Der Agent und der Arbeitsbereich
Was das Produkt schon hatte, und was ihm fehlte
Die Web-App hatte bereits eine KI-Oberfläche: zehn Dimensionen bewertet, jede mit einem kurzen Coaching-Tipp, alles in einem Modal. Das Desktop-Aufzeichnungstool hatte einen Chat-Agenten, der Kurven-Abfragen ausführte und annotierte Strecken-Visualisierungen zurückgab. Die Analyse-Oberfläche war dicht, präzise, anspruchsvoll.
Das Team hatte in einem agentischen Feature sogar die richtige Absicht ausgeliefert: Klick auf eine niedrig bewertete Dimension, und Punkte erscheinen auf der Strecke, die markieren, wo das Problem auftritt. Die Umsetzung hört auf halbem Weg auf. Die Punkte sind nicht beschriftet. Die Ansicht zoomt nicht. Der Nutzer muss die Kurve manuell finden und sie sich selbst vorlesen.
Der Agent hatte die Daten. Der Arbeitsbereich hatte keinen Agenten, der mit dem Nutzer darin nachdachte. Jede Oberfläche machte ein Stück der Aufgabe, die ein echter Race-Engineer in einem einzigen Gespräch erledigt.
Algorithmische Bewertung liefert eine Schlussfolgerung, keine Untersuchung.
Eine Zahl auf einer Dimension verbirgt die Analyse, die sie hervorgebracht hat. Die Analyse ist der Teil, den ein selbst-coachender Racer sehen muss, nicht der Score.
Ein Chat-Agent in einem separaten Fenster ist architektonisch vom Arbeitsbereich getrennt.
Der Chat funktioniert, aber der Nutzer muss Erkenntnisse von Hand in seinen eigenen Analyse-Kontext zurücktragen. Der Agent und die Arbeit, bei der er helfen soll, sind in unterschiedlichen Räumen.
Ein agentisches Feature, das auf halbem Weg aufhört, ist schlimmer als gar keins.
Ein paar Punkte auf einer Karte ohne Beschriftung oder Rahmung sagen dem Nutzer, dass der Agent etwas gesehen hat und es dann nicht erklären wollte. Der Nutzer erledigt den Rest der Arbeit des Agenten für ihn.
Das Produkt hatte jede Zutat. Sie waren so architektonisch aufgebaut, als gehörten sie zu unterschiedlichen Produkten.